FAQs

Frequently Asked Questions – und die Antworten…
Klicke hier einfach direkt die Frage an, die dich interessiert:

Ich möchte gerne bei euch mitmachen! Wie geht das?

Das Gartenjahr der Gemüsekoop läuft jeweils von Anfang März, bis Ende Februar des Folgejahres. Das bedeutet, dass wir zum 1. März 2018 wieder neue Mitglieder aufnehmen! Unsere nächste Bieterrunde findet am 5. Dezember 2017 statt. Wenn Du davor den Hof und uns kennenlernen möchtest, schreib uns einfach und/oder komm auf dem Hof vorbei!

Wenn Du gerne zum März 2018 dabei sein möchtest, macht es Sinn, dich jetzt schon auf der Warteliste einzutragen. Alle wichtigen Infos und das Formular hierzu findest Du auf der Seite „Mitmachen„. Wenn Du noch weitere Fragen hast, melde dich per Mail. Wir freuen uns auf dich!

Wie könnte ein Anteil aussehen? Welches Gemüse werdet ihr anbauen?

In dieser Grafik haben wir euch beispielhaft aufgeführt, welche Kulturen und -Mengen ein großer wöchentlicher Gemüseanteil zu verschiedenen Zeiten des Jahres beinhalten kann.

beispielanteile

Diese Zahlen stammen aus der Statistik der Freiburger GartenCoop und nicht aus unserem eigenen Anbau! Sie können euch aber eine gute Idee davon geben, was wir eigentlich meinen, wenn wir in Mitteleuropa von „regionalem, saisonalem“ Gemüse sprechen! In Kürze wird diese Tabelle durch eine erste Übersicht unserer eigenen Ernten ersetzt.

Hier aber schonmal als „Vorgeschmack“ ein Foto von einer unserer Lieferungen im
Sommer (August 2017):
IMG_2741

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Wie läuft die Verteilung des Gemüses ab?

Wir ernten einmal pro Woche (jeweils Donnerstag) und liefern unser Gemüse dann ins Kölner Stadtgebiet an sog. Stadtteildepots. Dort wiegt ihr eure Gemüseanteile selbst aus den Kisten ab. Dazu liegt eine Liste aus, in der steht, wieviel Gemüse pro Anteil enthalten ist. Eine Übersicht darüber, in welchen Stadtvierteln wir derzeit Depots beliefern, findet ihr auf der Seite „Stadtteilgruppen„!

Eine Erfahrung aus anderen Solawis: Depots funktionieren um so besser, je besser sich die Depotgruppe untereinander kennt. D.h. kleine Depotfeiern abhalten, etwas länger da sein und mit den Anderen klönen, oder sich einfach auch neben der Abholung mal treffen, machen nicht nur Spaß, sondern sorgen auch für einen reibungslosen Ablauf.

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Was bedeutet „großer“ oder „kleiner“ Gemüseanteil?

Du kannst als Mitglied der Kooperative entweder einen großen oder einen kleinen Gemüseanteil bekommen. Der große Anteil versorgt etwa 2-3 Köpfe einmal pro Woche mit Gemüse, der kleine Anteil ist für allein lebende Personen gedacht, soll also den Gemüsebedarf einer Person jeweils für eine Woche decken. Ob das Gemüse im ‚kleinen Anteil‘ für dich genau ausreicht, ob du davon noch die Hälfte verschenken musst, oder ob du sogar noch weiteres Gemüse zukaufst, hängt dabei natürlich von deinem individuellen Koch- und Essverhalten ab.

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Kann ich auch mehrere Gemüseanteile beziehen?

Ja, das geht! Die Investitionseinlage wird allerdings pro Anteil fällig, d.h. wenn du drei Anteile beziehen möchtest, mußt Du auch dreimal die Einlage zahlen. Das Stimmrecht multipliziert sich hingegen nicht – jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl der Anteile.  

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Was kostet es, euer Gemüse zu beziehen?

Das Prinzip der SoLaWi ist es, dass du nicht für das Gemüse bezahlst, sondern für die Landwirtschaft, also für den Lohn der Angestellten sowie die Geräte und Materialen, die es braucht, um die Fläche zu bewirtschaften. Zudem wünschen wir uns eine solidarische Preisgestaltung. Das bedeutet: Wir errechnen einen Richtwert, den jedes Mitglied im Schnitt pro Monat zahlen müßte, damit wir die Bewirtschaftung finanziell stemmen können. Wenn Einzelne nun mehr für ihren Anteil zahlen, weil es Ihnen möglich und wichtig genug ist, können Andere dafür am Projekt teilnehmen, denen es sonst nicht möglich wäre. Diese solidarische Preisgestaltung findet auf der sogenannten Bieterrunde (s.u.) statt.

Richtwert für einen kleinen Anteil (versorgt eine Person) sind etwa 55 € / Monat.

Für einen großen Anteil (versorgt ca 2-3 Personen) veranschlagen wir ca. 90 € / Monat.

Zudem rechnen wir mit einer Investitionseinlage von 400 Euro pro Anteil – diese Einlage ist für große und kleine Anteile gleich hoch.

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Was ist eine Investitionseinlage?

Eine Investitionseinlage ist ein Beitrag, der von allen Mitgliedern vor Beginn der Gemüselieferung entrichtet wird und der uns den Betriebsaufbau ermöglicht. Durch die Investitionseinlage gehört der Betrieb uns allen zu gleichen Teilen. Falls du das Projekt zum Ende eines Lieferjahres verlassen möchtest, erhältst Du die Einlage zurück, sobald ein neues Mitglied gefunden ist, das für dich eintritt. Die Investitionseinlage liegt bei 400 Euro pro Anteil.

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Und was ist eine Bieterrunde?

Die Bieterrunde ist das Verfahren, in dem gemeinsam die Finanzierung der kommenden Saison vorgestellt, geplant und beschlossen wird. Sie findet jährlich einmal vor dem Beginn der landwirtschaftlichen Saison statt. Die Bieterrunde ist zugleich auch die jährliche Mitgliederversammlung des Gemüsekoop e.V.
Alle, die im kommenden Jahr einen Ernteanteil an der Gemüsekoop haben möchten, müssen an diesem Abend anwesend sein oder sich per Vollmacht vertreten lassen.
Wir stellen den Finanzierungsplan für die kommende Saison und die monatlichen Richtwerte vor. Anschließend wird über ein Formular abgefragt, wer wie viel Geld pro Monat geben kann und möchte. Wir sammeln die Formulare ein und rechnen aus, ob das gebotene Geld ausreicht, um die Betriebsfinanzierung zu stemmen. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Bieterrunde wiederholt. Das funktioniert sehr gut und in den meisten Fällen steht die Finanzierung nach 2-3 Runden.
Im Anschluss werden die Jahresverträge mit den Mitgliedern unterzeichnet und dann kann es losgehen!

Die Bieterrunde für die Saison 2018/2019 findet am 5. Dezember 2017 statt!

 

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Kann ich euch finanziell unterstützen, ohne Gemüse zu beziehen?

Du möchtest das Projekt gerne mitunterstützen, obwohl es für dich gerade (aus welchen Gründen auch immer) nicht passend ist, einen Anteil zu beziehen? Das freut uns sehr! Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu tun:

    • Du kannst Fördermitglied im Verein werden und deinen regelmäßigen Förderbeitrag selbst festlegen. (siehe: Mitmachen!)
    • Du kannst uns auch Geld leihen  -dies wäre eine Fördereinlage. Komm hierfür bitte direkt auf uns zu.
    • Wenn Du einer Person die Teilnahme am Projekt ermöglichen möchtest, die sich die Investitionseinlage nicht leisten kann, kannst Du uns eine Einlage in Höhe von 400 Euro mit dem Stichwort „Soli-Kasse“ überweisen. Dieses Geld verwenden wir ausschließlich dafür, Mitgliedern die Investitionseinlage zu reduzieren oder zu erlassen.
    • Last but not least kannst du natürlich einfach Geld an den Verein spenden, ohne mit einer Mitgliedschaft zu tun zu haben.

Spenden an die Gemüsekoop sind leider nicht steuerlich absetzbar.

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Ist die Mitarbeit auf dem Acker verpflichtend?

Nein! Die einzige Pflicht von Dir als Mitglied ist die Beteiligung am Depotdienst, d.h.

  • das Gemüse einmal wöchentlich im Depot abholen,
  • selbstständig für Ersatz sorgen, wenn Du in Urlaub oder verhindert bist,
  • am reihum wechselnden Depotdienst teilnehmen, um den Raum zu pflegen und sauberzuhalten.

Auf dem Acker und vor allem an Erntetagen auch bei der Verteilung freuen wir uns sehr über Hilfe, diese ist aber nicht verpflichtend. Die Möglichkeit, selbst dabei zu sein und im Kontakt zum „eigenen Hof“ zu stehen, ist für uns allerdings eine der schönsten und wichtigsten Seiten am Solawi-Prinzip! Wir freuen uns sehr, dass ihr Teil des Hofes sein könnt und wir uns gegenseitig kennen lernen.

Wenn besonders arbeitsintensive Aufgaben anstehen, bei denen wir viele Hände brauchen können, laden wir euch zu einem Ackertag mit anschließendem Kochen auf dem Hof ein. Ein Beispiel ist die Kartoffelernte: erst wird gerodet, dann gemeinsam Kartoffelsuppe auf dem Feuer gekocht. Kinder sind herzlich willkommen, wir haben auch welche!

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Ist euer Gemüse bio-zertifiziert?

Vorerst nicht. Unser Gemüse wird zwar nach biologischen Standards angebaut, jedoch hat es kein offizielles Biosiegel. Die Zertifizierungsverfahren sind aufwändig, teuer, und für eine Solawi in der Regel nicht notwendig, da die Mitglieder in den Hof eingebunden sind. Unser Anbauplan und unsere Methoden sind transparent und offen, das bedeutet: ihr wisst, wo euer Gemüse herkommt und wie es angebaut wurde. Wir haben aber die Möglichkeit, gemeinsam eine Bio-Zertifizierung anzustreben, wenn uns diese wichtig ist.
Genaueres zu unserer Arbeitsweise findet ihr hier:

Unsere Anbauphilosophie (PDF-Dokument, 177 KB)

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Wo finde ich eure Vereinssatzung?

Der Gemüsekoop e.V. wurde 2015 gegründet.

Hier findet Ihr unsere Vereinssatzung:

Satzung des Gemuesekoop e.V.

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Solidarisch – was bedeutet das eigentlich?

Wer bei der Solawi mitmacht, zahlt nicht für das einzelne Gemüse, sondern für eine gesunde Landwirtschaft.

Jedes Mitglied erklärt sich bereit, unseren Hof für eine Saison (also für ein Jahr) mit zu finanzieren und dafür einen Teil der Ernte zu erhalten (sog. „Ernteanteil“). Es wird ein Beitrag pro Saison gezahlt, der monatlich oder jährlich im Voraus beglichen werden kann.

Wir arbeiten bei der Solawi nach dem Grundsatz: Wir ernten alles, was man essen kann, auch wenn es nicht die EU-Gemüse-Norm erfüllt. Es gibt also bei den Gemüsesorten teilweise Größenunterschiede der einzelnen Gemüse. Und auch die schrumpeligen und kleinen Kartoffeln gehören mit zum Ernteanteil – manchmal sind diese sogar die leckersten.

Wir möchten auch finanziell weniger gut gestellten Personen den Zugang zu Bio-Lebensmitteln und einer zukunftsweisenden Landwirtschaft ermöglichen! Wir zahlen unseren Gemüsegärtner*innen ein angemessenes Gehalt, welches deutlich über Tariflohn liegt. Damit unterscheiden wir uns (leider!) von weiten Teilen der Erwerbslandwirtschaft.

Uns ist es wichtig, dass wir füreinander und für unsere Wirtschaftsweise Verantwortung übernehmen. Die Bedürfnisse der Mitglieder, der Arbeitnehmer und der Umwelt sollen bei uns Beachtung finden.

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